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08. Oktober 2021

Die Taten geschehen Mitten im Alltag - doch nicht aus dem Nichts heraus

Die Schulgemeinschaft der Liebfrauenschule Oldenburg gedenkt der Opfer des antisemitischen Anschlags in Halle vom 9.10.2019

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Die Synagoge in Halle

Vor zwei Jahren, am 9. Oktober 2019, als in der Synagoge von Halle (Saale) Jüdinnen und Juden den höchsten
jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten – versuchte ein Rechtsextremist, diese Menschen zu töten. Die schwere
Tür verhinderte sein verbrecherisches Vorhaben. Auf seiner Flucht übte der Täter weitere Gewalt aus und tötete
zwei Menschen.
Die Tat von Halle – wie auch weitere antisemitische und rechtspopulistische Angriffe – hinterlassen Trauer,
Empörung und Verzweiflung. Die Narben der Gewalt rufen auf zu Fragen unseres gesellschaftlichen Miteinanders.
Sie fordern auf zu einer klaren Absage an jede Form antisemitischen und allgemein diskreditierenden Denkens,
Sprechens und Handelns. Uns erschüttert, dass nicht nur andernorts, sondern auch bei uns in Oldenburg deutsche
Mitbürgerinnen und Mitbürger immer noch und leider auch verstärkt antisemitischen Skandierungen und
Übergriffen ausgesetzt sind. Sie geschehen aufgrund extremistischer Ideologie und deren Verbreitung, die Boden
sucht bei unreflektiert denkenden und verantwortungslos handelnden Menschen, die Grundfeste unserer
Demokratie angreifen und verletzen.
Die Schulgemeinschaft der Liebfrauenschule Oldenburg gedenkt heute der Opfer antisemitisch gesinnter
Diskriminierung und Gewalt in Halle und bei uns in Deutschland.


Mit diesem Gedenken stehen wir
für ein Klares NEIN
gegen jede Form der Verletzung
unserer demokratischen Grundwerte und Menschenrechte
- sei es in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft.


Wir nehmen die Mahnzeichen ernst und werden uns der Wunden bewusst, die antisemitische und extremistische
Äußerungen und Gesinnungen bewirken bzw. bewirken können. Wir dulden kein Vergessen, kein Relativieren und
keine Intoleranz gegen Jüdinnen und Juden. Wir als weltoffene Schulgemeinschaft verpflichten uns dazu
mitzuwirken, dass unsere demokratische Grundordnung mit ihren immanenten Werten wie Offenheit, Vielfalt,
Respekt und Toleranz sowie das Füreinander-Einstehen sich durchsetzen und damit antisemitische sowie
allgemein menschenfeindliche Diskriminierungen und Ideologien keinen Platz bei uns und in der Gesellschaft
mehr haben.


Unser Aufstehen gilt heute insbesondere allen Menschen in Halle,  
die Opfer der fatalen menschenverachtenden Haltung wurden.