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07. April 2020

Vechta gegen Corona

Liebfrauenschule Oldenburg druckt Gesichtsvisiere gegen Corona Virus

Markus Schnötke hält vier fertigen Gestelle in der Hand. Im Druckbett liegen noch weitere vier.

Fertiges Geschichtsschild

Ansicht von oben

Ansicht nah von vorne

Ansicht vorne

Fertig zum Versand

Manchmal gehen Dinge schnell. Nicht nur die Ausbreitung des Corona-Virus, sondern auch zupackende Hilfe. Und hoffentlich auch die Verbreitung dieser Initiative aus Vechta.
Ende März gibt unser Referendar Dirk Marischen den Hinweis, dass die Initiative „Vechta gegen Corona“ den Aufruf gestartet hat, beim Drucken von Gesichtsvisieren mit dem eigenen 3 D Drucker zu helfen. Diese Visiere werden dringend für pflegerisches und medizinisches Personal benötigt, um beim Nahkontakt die Übertragungswahrscheinlichkeit des Coronavirus weiter zu minimieren. Daher gibt es auch sofort eine große Nachfrage nach den ersten gedruckten Teilen aus der Region Vechta. Die Schulleitung der Liebfrauenschule Oldenburg hat sofort eine Unterstützung durch die zwei schuleigenen Ultimaker Drucker zugesagt. Der Ultimaker 2+ konnte daher bereits nach wenigen Tagen Anfang April mit dem Druck loslegen und produziert ca. 4 Halterungen für die Gesichtsvisiere am Tag. Leider war just in diesem Moment der Ultimaker 3 defekt bzw. musste aufwändig gewartet werden, was einige Zeit in Anspruch nahm. Aber die ersten Testdrucke sind nun auch mit dem zweiten Drucker gemacht.
Somit kann auch die Liebfrauenschule Oldenburg einen Beitrag zur Versorgung leisten. Jeder Mithelfende zählt. Denn mittlerweile fragen nicht nur Einrichtungen aus der Region Vechta, sondern aus ganz Deutschland an.

Der 3.-D-Drucker wurde vom Förderverein der Liebfrauenschule finanziert.

Nach Ostern ist die Aktion beendet worden, da in Vechta ja jetzt von der Firma ATKA 4000 Gestelle am Tag produziert werden und der 3D-Druck mit seiner vergleichsweise geringen Stückzahl nicht mehr notwendig ist. Aber wir haben knapp 60 Gestelle produziert.

Herr Dr. Ludger Heuer vom Offizialat hat für die Presse geschrieben:

Oldenburgische Volkszeitung am 14.4.2020

NWZ Oldenburg am 11.04.2020

Initiative Vechta gegen Corona

Wir sind froh, dass wir mit unseren 3 D Druckern auch in diesen Zeiten helfen können und sind überrascht, wie vielfältig man sie nutzen kann.


Bei Fragen oder wenn jemand mit unterstützen möchte, meldet euch/melden Sie sich gerne bei

Markus Schnötke

Die LFS druckt zur Zeit keine Gestelle für die Gesichtsvisiere mehr, da in Vechta der große Kunststoffhersteller Atka mehrere tausend Stück am Tag fertigen kann und dadurch der Bedarf zur Zeit gedeckt werden kann. Außerdem ist die Qualität höher und die Visiere können leichter desinfiziert werden. Die letzten von der LFS gefertigten Gestelle wurden am Dienstag an den Verein „Kreativität trifft Technik“ im Hackerspace am Bahnhof übergeben, da diese die Verteilung in Oldenburg organisieren. Die LFS ist mit ihren beiden Druckern jetzt in der Mailingliste für 3 D Druck des Hackerspace registriert, denn es könnte weiterhin "Spezial-Bedarf" geben, bei dem wir helfen könnten: Visiere mit weniger Abstand zum Gesicht z.B. für die Nutzung von HNO-Optiken oder Deckel, sodass oben offenen Gesichtsvisiere auch von oben geschlossen sind. Man kann als Oldenburger medizinische oder pflegerische Einrichtung die Gesichtsvisiere (auch größere Mengen) bestellen oder Spezialbedarf anmelden, sodass diese kurzfristig geliefert werden kann. Mehr Informationen findet man unter corona.ktt-ol.de

Anfordern kann man seinen Bedarf unter folgender E-mailadresse:  corona-support@ktt-ol.de